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Turnier München/D 12./13. Juni 2010
Erstmals 2 Teams am
Start, Leistungen steigen
Wir konnten die Leistungen von Prag
bestätigen, für mehr fehlte ein bisschen das Glück.
Dafür ging ein tolles
Damenteam in ein wunderbar gelungenes Turnier
n
München ist nicht umsonst eines der beliebtesten Turniere der Wiener:
Leiwande Stimmung, viieeeeel Platz und jeglichen logischen Erklärungen zum
Trotz: warmes Wasser (zum Spielen, nicht zum Trinken ;-) )
Was wir auch lieben, sind
Spiele wie unser erstes am Samstag: Durch sicheres Passen, die aktive
Verwendung der Auswechselzone, den richtigen taktischen Anweisungen
(Danke @ Inge & Felix) sowieso dessen Ausführung wurde Horb mit
6:0 vernichtet. SO hat ein Turnier zu beginnen !
Naja, der Auftritt gegen den
späteren Sieger Coburg war dann weniger glorreich, aber wir waren einen Tick
zu motiviert, um nicht doch noch ein letztes mal ins offene Messer zu
laufen. Shit happens, trösten wir uns damit, dass sie ehrlicherweise besser
waren.
Ein Sieg gegen den Gastgeber
München, war dringend notwendig, das war schon allzu lange ausständig!
(Falls es jemand vergessen haben sollte ;-) ) Die erste Halbzeit
konnte nicht besser sein: Sauberes Spiel, richtige Züge, offene Zonen der
Gegner: 3:0 ! Sieg…? Ganz klar ist nicht, was da plötzlich los war,
aber in der verflixten zweiten Halbzeit gaben wir das Spiel tatsächlich aus
der Hand - und wurden mit 4:6 für München zurück auf den Boden der Tatsachen
geholt.
Dafür konnten wir erstmals
Prag klar schlagen: Bei deren Heimturnier vor zwei Wochen reichte es nur für
ein 1:1, diesmal hatten wir mit 4:2 eindeutig die Nase vorn.
Die Ösi-Überraschung: Ybbs
Einen -
aus patriotischer Sicht - wichtigen Coup konnten unsere Ybbser Freunde
landen: Noch eher unbekannt, haben sie in Prag zwar erstmals ein
bisschen aufgezeigt, aber ehrlicherweise hat sie noch niemand ganz ernst
genommen. Bis es diesmal Schlag auf Schlag ging: im letzten Spiel kämpften
sie sogar um Platz 3...!
Gegen
Rosenheim setzten sie eine interessante Technik ein: Nikki, der
normalerweise ständig auf den Ballhaltenden ging, attackierte diesmal nicht,
sondern setzte auf absolute Manndeckung. Er deckte Robert, den Captain
der Rosenheimer, der dafür bekannt ist in den ungünstigsten Momenten in
perfekter Position im Ballbesitz zu sein und zu scoren - nahm ihn
quasi aus dem Spiel. Währenddessen waren die restlichen acht am anderen Ende
des Spielfeldes intensiv miteinander beschäftigt ;-) (Den Schmäh gab es
zuletzt in Prag bei Rapperswil gegen Lesna zu bestaunen)
Obwohl
Ybbs Rosenheim keine Abfuhr erteilte (was dieses Wochenende sicher einige
willkommen geheißen hätten *g*) dürfen wir an dieser Stelle Ybbs noch
einmal zum 4. Platz gratulieren. Guat gspüt, Burschn ;-)
Ladies, Ladies, Ladies: 1,2,3,....8 !
Gleich bei der Ankunft verkündete Organisator Jan: Die folgenden Spieltage
hängen vom – in der Kanupoloszene echt exotischen – Wiener DAMEN Team ab.
Tatsächlich waren diese nur zu dritt (Kathrin, Inge, Michaela)
angereist. Den Rest des Teams sollten sie morgen vorm Spielen kennen lernen.
Ja, eh,... Chaos pur – wie wir Wiener es frönen und lieben! *g* Doch die
Solidarität der Ladies war bemerkenswert: Statt mit Müh und Not spielfähig -
fuhr zum ersten Spiel ein prall gefülltes 8er-Team auf! Am Sonntag stieß
dann noch Beate dazu, und das ad hoc herbeigezauberte, sozusagen
"Ladies-international"-Team aus Wien, Horb, München, Rosenheim und Prag
staubte alle Sympathiepunkte von der Tribüne ab ;-) Punkte weniger, aber das
will jetzt keiner wissen - viel interessanter ist, dass die Ladies spontan
überraschend gut harmonierten, spielerisch wie persönlich.
Und noch etwas sei ins rechte
Licht gerückt: Die Wiener Mädels ließen es sich nicht nehmen, alle Spiele
beider Teams zu bestreiten! Heißt im Klartext, dass sie nicht nur sechs
Matches durchhielten, sondern zwölf... Hut ab, das kann ganz schön in
den Ärmel gehen. Klar war das nur möglich, weil die Wettkampfbestimmungen
betreffs Doppelstart nicht ganz so eng ausgelegt wurden, nicht nur bei Wien.
Wunderbar, dass sich die Freude am Polospiel durchsetzt, wenn ohnehin alle
Anwesenden einverstanden sind.
(Anmerkung von Heinz:
sorry, das reklamier ich jetzt rein) Am dramatischsten zeigte sich
Begeisterung und Kampfgeist im letzten Spiel: Schon nach einer Minute
kassierte Michi einen (unabsichtlichen) kapitalen Volltreffer mit dem Boot
in den Bauch. Minutenlang hing sie völlig hinüber über Kathrin, und wir
machten uns schon ernste Sorgen - aber Aussteigen kam für sie trotz Zureden
nicht in Frage, und in Hälfte zwei war sie wieder am Feld... Kämpferisch
gebührt allen Ladies großes Lob, und was Inge da spielerisch so alles
hervorholte, war einfach nur schön.
Platz 8 von 12
Im letztes
Spiel gegen Straubing lief es überraschend unrund, das hätten wir eigentlich
ohne große Probleme gewinnen sollen. War nicht, und so brachte uns ein 3:5
insgesamt auf Platz acht. Sportlich akzeptabel, halt keine Sensation - aber
die steuerte ja diesmal ohnehin Ybbs bei. Auf dass niemand mehr gegen
Österreicher aufs Wasser gehe, und mit dem Kopf schon bei der Jause ist.
Auch aus verschiedenen Kommentaren dürfen wir mit Freude feststellen, dass
sich Österreichs Kanupolo nicht nur die Freude der Anfänger erhalten hat,
sondern sich auch spielerisch Schritt für Schritt Platz erkämpft!

Das Vienna KanuPolo Team in München: (ganz links Jan, Münchens Organisator)
Felix U., Inge, Volker, Wolfgang, Kathrin, Michaela, Heinz, Felix K.
Das Ladies-Team, justament
beim Foto nicht komplett, hier im Bild: Christine/München, Heebicka/Prag,
Michi, Kathrin, Julia/Horb
Bericht: Michaela
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