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20.08.2009 17:56
, Pics here Wiener Heim-Turnier 15./16. August 2009
Die Polo-Party der
Saison! - cool...
So erfolgreich waren wir in unserer
jungen Geschichte noch nie:
Ein geiles Turnier, fetzige Spiele, Strand-Stimmung rundum, ein paar Siege
für uns, tolle Rückmeldungen,... Liebes Team: das haben wir toll
hinbekommen, wir können stolz sein!
n
"Cool" kann als Wort auch ganz schön täuschen: Ein August-Wochenende wie aus
dem Bilderbuch legte sich mit den zugehörigen Temperaturen von gut 30
Krügeln im Schatten durchaus kräftig auf die Tribüne ;-) Aber keine Sorge -
das passte genau zur fabelhaften Kulisse eines Badesees in der Stadt, die
die Alte Donau diesmal wieder war, dass es fast an der Kitsch-Grenze
schrammte...

Schon an frühen Vormittag füllte sich die
Tribüne, wasserseitig waren wir ständig von zahlreichen Tret-, Ruder- und
sonstigen Booten umlagert. So manche Segler legten längere Stops ein, um
ihre Imbiss-Pause bei uns zu verbringen...

(Hier übrigens Ybbs mit Peter im Tor)

Und sie bekamen auch genug zu sehen. So
punktgenau wie unser unerwarteter Bilder-"Lieferant" Rainer Ahammer werden
wohl nicht alle den Auslöser erwischt haben :-)
(Mit bestem Dank für viele Pics)

Glück im Pech: Dass sich unser Parade-Ruderer
Gregor unlängst am Rücken verletzt hatte und das Turnier (fast) nicht
spielen konnte, war für uns (als Veranstalter) ein Glücksfall - Fast zwei
Tage lang versorgte Gregor das Areal mit professioneller Moderation und
fetzig-rockiger Musik, wie sich das für eine Strandparty gehört ;-)

Nun ja, nicht nur unser eigene Areal war kräftig
gefüllt, auch der Steg des unterstützenden Clubs Ellida glich einer
Boots-Schau :-)
Apropos Unterstützung - bevor
wir zum sportlichen Teil kommen, dürfen vorab unsere vielen Sponsoren
lobend erwähnt werden! Unser Catering ließ sich wirklich nicht lumpen -
Gäste, bitte besucht auch unsere Sponsors-Seite, Danke!

Ihr wollt Sport? Na gut, dann los...:
Sieg, Sieg, Sieg!
Leser anderer Teams, verzeiht
uns den kleinen Chauvinismus in eigener Sache, aber für ein so junges Team
wie unseres, in dem etliche Spieler auf der Pitch sind, die noch keine drei
Monate Kanu fahren, ist es nicht selbstverständlich, überhaupt einen
Blumentopf zu gewinnen..!
Umso motivierender war es
natürlich, dass beide Teams gleich einmal ihre ersten Spiele gewannen. Wir
erinnern uns an das "übliche" Procedere bei bisherigen Turnieren: Samstag
früh gibt es gleich mal kräftig kalte Duschen für Wien, gelegentlich
eiskalte, bis wir am Sonntag langsam ins Spiel kommen und gegenhalten
können. Daheim lief es von Anfang an besser, und es gab nicht ein Game, wo
wir zweistellig eins auf die Mütze bekommen haben. Das ist - ja, es war so!
- eine Premiere... Irgend einmal hatte es uns bisher immer erwischt, daheim
eben nicht. Ein paarmal wenig Glück, aber überfahren hat uns einfach
niemand!
Selbst als Wien 2 gegen die
Kids von Vidra ein 0:3 einfing, lachten so manche zu früh: Die kaum erst
Youngsters, die wir vor ein paar Wochen in Budapest noch im extra Schongang
weggeschossen hatten, entwickelten sich zum Angstgegner des Turniers. Ok,
der ungarische Nationaltrainer István Timár, ein berüchtigter Fernschütze,
ging dermal persönlich mit seinen Kampfgelsen aufs Wasser. Aber das
Trainingslager, von dem Vidra direkt zu uns kam, dürfte erfolgreich gewesen
sein: Die Kleinen standen gut, waren blitzschnell, und hatten insbesondere
mit der Nummer 14 einen natural-born Killer im Angriff - die "halbe Portion"
hat so manchen Kampfpanzer in allen Teams elend alt aussehen lassen. Und
wenn gar nichts mehr ging, half Papa István mit Ferngranaten von der
Mittellinie und davor aus...
Das Österreich-Duell
Nachtrag, weil mich
Wien2-Kapitän Paul im Forum bei den Ohren gezogen hat, ich hätte den
Eröffnungssieg gegen Ybbs nicht gebührend genug gewürdigt, ein richtiger
Captain macht sich eben für sein Team stark, gehört sich so. Also: Ja, das
hat uns selber überrascht, wie gut wir die Sache im Griff hatten.
Dementsprechend sparte der Gegner auch nicht mit
Selbstkritik. Was nichts dran änderte, dass das erste super Tor im
ersten Spiel des Turniers Goldhändchen Clara einnetzte - in ihrem ersten
Spiel, nach dem ersten Monat KanuPolo... Und die zwei Abzieher, die Alex
versenkte, hatten wirklich was Feines. Womit man bei einem guten Werfer ja
durchaus spekulieren darf, insgesamt wurden es dann vier.
Wenn wir denn schon beim
Loben sind, vergesse mir aber keiner unsere Mädels, also korrekter: Ladies!
Hier sammeln sich langsam die Raufkatzen, die neben Sonstigem auch beherzt
und ungeniert die ärgsten Bulldozer angehen - und sich oft genug
durchsetzen! Diesmal Kathrin (sowieso), Vera und Clara, und mittlerweile
auch Michaela, die bis zur Vorwoche gelegentlich zuviel Respekt zeigte. Na
ein Wunder, wenn man vor kaum drei Monaten erstmals überhaupt in ein Kanu
stieg - läuft trotzdem schon: Leute, ihr hättet das Gesicht wie ein
Honigkuchenpferd sehen sollen, als sie vorzeigte, wie sie seit Sonntag die
Handrolle auch mit einer Hand beherrscht... Das wird noch lustig in der
Zone, und ihre "elenden Kleinmädchen-Schupfer" sind ohnehin schon ein Horror
für den Goalie: völlig verqueres Timing, damit hohe Trefferquote...
Die diesmal nicht mitspielenden Ladies samt Frechdachs Naomi dazu, und ich
seh da für die Vienna Ladies 2010 einiges Kopfkratzen bei den Gegnern!
Material und Manpower
Noch eine Premiere durften
wir feiern: erstmals mussten wir bei den Booten keinen Notbehelf mehr in die
Schlacht werfen, sondern konnten dank vier nagelneuer Boote unsere Teams mit
ordentlichem Gerät - und das in der jeweils passenden Größe - aufs Wasser
schicken. Am Donnerstag davor noch in weiter Reise von Felix, Wooky und Paul
extra aus Susice geholt, hatten wir erstmals keinen Materialstress. Naja,
einen kleinen: Kathrin büßte in erfolgreicher Torabwehr ihr nagelneues
Carbon-Paddel ein, das nun als Zweiteiler die Rückreise antritt ;-)
Aber das war's eben auch mit
der Manpower: Beide Wiener Teams konnten immer in voller Stärke antreten,
selbst der Paddelbruch brachte kaum drei Sekunden Pause. Wien hat inzwischen
einen Kader, der selbst bei einigen schmerzlichen Ausfällen wie diesmal groß
genug ist, zwei volle Teams auffahren zu lassen. Vorbei die Zeiten, in denen
das Altherrenteam schwitzen musste, bei einem Turnier in Minimalbesetzung
antreten zu können. Wie lang das her ist? Eeeewig, sicher bald ein Jahr....
So schauts nämlich aus. Und vor zwei Jahren? Gab's ein (1!) altes Boot,
einen glatzerten Ball, und sonst nichts, außer Frank und einer Idee... Darf
ruhig einmal erwähnt werden, damit die richtigen Maßstäbe angelegt werden.
(j4f: Wie war das mit nur mit
Wasser kochen?)

Kathrin kennt keine Kompromisse

Felix in der Attacke

Eike als mobile Panzersperre

Und irgendwann muss auch das Abenteuer mal Pause machen ;-)
Also nach den 25 Spielen des ersten Tages große Pause für die abendliche
Grillparty. Geplant waren ja 30, nur konnte Kaniow leider nicht spielen,
wodurch sich der äußerst enge Zeitplan etwas entspannte. Insgesamt wurden es
trotzdem 37 Spiele bis zum Finale. Doch zuvor war einmal relaxte
Abendstimmung mit Bier vom Fass, Köstlichkeiten vom Grill, und
tagesaktuellen Bildern vom Beamer angesagt.
Sonntag - die Party geht weiter
Mit dem selben Prachtwetter und bester Stimmung ging es am Sonntag weiter in
die Platzierungsspiele. Wer das verschlafene Zelt- und Zeuglager morgens
gesehen hat, das unser Gelände reichlich gefüllt hat, konnte nicht wirklich
annehmen, dass kurz darauf dort die sportliche Dynamik Platz greift, aber
Polospieler sind auch hier hart im Nehmen ;-) Und erfinderisch: drei unsrer
Jungs hatten sich nach den Party-Aufräumungsarbeiten das große Trampolin am
Friesen-Gelände als Schlafplatz ausgesucht *g* Auch eine Möglichkeit, an
Land seekrank zu werden :-) Jedenfalls war Moderator Gregor noch bei den
ersten Versuchen, Leben in die Bude zu bringen, wärmten die Münchner schon
mit verschärftem Passtraining auf. (Unqualifiziertes Kopfgrübeln von
Webmaster: während die späteren Sieger aus Prag zwei Meter daneben nicht mal
noch mit dem Räkeln aus dem Schlafsack angefangen hatten... Versteh ich da
was nicht, oder trafen hier zwei unterschiedliche Philosophien aufeinander?
*ggg*)
Das Problem mit der Organisation, das durch den Ausfall des polnischen Teams
entstand, löste unser Frank als spielerischer Leiter recht elegant: Für die
Playoffs wurde kurzerhand ein gemischtes AllStars-Team erfunden, das die
Lücken im Modus füllte. Drin war, wer gerade Lust und Zeit hatte, die
Besetzung änderte sich pro Spiel - ein deutliches Zeichen, dass alle
Teilnehmer außer dem sportlichen Ehrgeiz auch einfach Lust am Spielen haben,
und man sich ein wunderbares Sportwochenende nicht von Reglement-Bierernst
trüben lässt.
Ein patriotisches Wort zu unseren heimischen Freunden aus Ybbs, die erstmals
mit nagelneuen Gecko-Booten angetreten sind: Die neu formierte Truppe
bestätigte durchaus, was sie bereits im letzten Testspiel gegen uns gezeigt
hatte: Die Burschen sind steil nach oben unterwegs, kein Vergleich mit der
Mannschaft, die im Vorjahr bei der Vienna 08 gespielt hat. Pikant daher
auch, dass sie ausgerechnet die Jungs von Vidra 2, ja genau, die von oben,
besiegten.
Grande Finale
Machen wirs kurz, steht ja eh alles in den Ergebnislisten: Prag war dermal
nicht zu biegen. Rosenheim musste Prag B Platz drei überlassen, und im
Finale setzte sich Prag A gegen München durch. Hart umkämpft waren viele
Games, langweilig nicht eines. Wien war mit den Plätzen acht und elf keine
Sensation, aber mit einer Spur mehr Glück wäre ernsthaft mehr drin gewesen.

Noch die ShakeHands zum Abbau des Adrenalinüberschusses, Besucherrochade im
Hintergrund
Fazit: "leiwaund..."
Was nicht viel besser ging war die Vienna 09: Ein gelungenes KanuPolo-Fest!
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, die Vienna 10 werden wir wohl auf zwei
Spielfeldern austragen dürfen, und wir freuen uns schon jetzt darauf, alle
und noch viele andere wieder in Wien begrüßen zu dürfen. See you there!

Herzlichst,
Wien 1:
Wolfgang, Frank, Kathrin, Felix, Felix/Wooky, Eike, Heinz,
Wien 2:
Paul, Vera, Clara, Michaela, Alex, Daniel, Heinz,
AllStars:
Gregor
Moderation/Organisation/Pics:
Gregor, Barbara, Nico
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