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Kanu-Polo: Was ist das?

Neu: Wenn Sie lieber sehen als lesen, haben wir das perfekte Video für Sie: Servus-TV hat im August 2010 einen Beitrag bei uns gedreht, wie es einem Anfänger geht: YouTube:  LowRes(12MB), HiRes(100MB)

Außerdem: Ein TV-Beitrag auf W24 über das Turnier im August 2010 mit einigen Grundsatz-Interviews über KanuPolo
Online abrufbar hier auf W24 bzw. auch auf www.wienweb.at

Cheeky version of the rules in english, for those, who've ever seen a bit of it ;-) *** Video-Info in Gebärden-Sprache ! *** information en français

 

 

Nicht dieses Polo, das hier ist auf Pferden . Dieses Polo ist gemeint - mit Booten     

Also damit das gleich klar ist: wir pferchen keine Pferde in Kanus, werfen auch nicht mit Kanus nach ihnen, oder sitzen auf Pferden und dreschen mit Kanus in der Gegend rum - Sie werden es nicht glauben: wir haben gar kein Pferd... Gut, den Witz haben Sie wohl schon gehört, die selbstironische Darstellung unten von Freizeitveranstalter csilla.at hilft Ihnen auch nicht bei Frage, was das mit der Bezeichnung soll, nun:

Schuld sind wieder einmal (das ist jetzt ein Insider-Witz) die Engländer: Hätten diese das, was bei uns treffend "Wasserball" heißt, nicht "Water-Polo" genannt, wäre nie jemand auf die Idee gekommen, diesen actionreichen, telegenen Bootssport Kanupolo zu nennen. Also mal ehrlich, ganz unter uns: das ist marketingtechnischer Schrott... Getoppt nur mehr damit, dass man sich weltweit noch nicht mal einigen konnte, ob man das nun Kanupolo oder Kajakpolo nennt. Selbstverständlich in allen sprachspezifischen Ausprägungen ;-) Bereiten Sie sich auf längeres Klicken in YouTube vor :-)))))  UPDATE (s.u.)

Aber das wollten sie ja gar nicht so genau wissen, vielmehr dieses:

 

Kanupolo ist die Ballsportart des Kanusports. Diese äußerst zuschauerfreundliche Disziplin ist noch jung, hat aber großes Potential. 1994 fanden in Sheffield die ersten Weltmeisterschaften statt, seither wächst die Zahl der beteiligten Nationen kontinuierlich.

Wie beim verwandten Wasserball müssen die beiden Teams versuchen, den Ball von Hand ins Tor zu werfen. Dieses hängt in zwei Metern Höhe über dem Wasser und ist 1 x 1,5 Meter groß. Das Spielfeld mießt 23m x 35m. Gespielt wird mit einem normalen Standard Herren Wasserball.


Hier ein Trainings-Szene von uns, auf der Alten Donau beim Werfen, ganz ohne Spielfeld rundherum.
Das Spielfeld passt aber auch in ein Hallenbad:

Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern, die sich mit den drei Ersatzspielern jederzeit auswechseln dürfen. Die Boote sind kurz und flach, was sie sehr wendig macht. Um den Ball fortzubewegen darf dieser von den Spielern geworfen oder mit dem Paddel geschlenzt werden. Der Spieler in Ballbesitz darf den Ball nicht länger als fünf Sekunden halten, bevor er ihn um mindestens einen Meter fortbewegen muss. Zudem kann er von anderen gestoßen werden.

Der Torwart kann versuchen durch Hochhalten seines Paddels ein Tor zu verhindern. Er darf nicht berührt werden. Ein Spiel dauert zwei mal zehn Minuten und kann bei einem Unentschieden um zwei mal drei Minuten verlängert werden.

Ausrüstung:
Vorgeschrieben sind nebst einem Kajak mit Schonern und einem Paddel, eine Spritzdecke, Schwimmweste und ein Helm mit Gesichtsschutz.
(Die genauen Masse sind in den offiziellen ICF-Regeln aufgelistet.)
 

(Bild mit Dank verlinkt vom Verein für Kanusport Bayer-Leverkusen)
 

Strafen:
Unerlaubtes Handeln - wie des anderen Boot festhalten, gefährliche Paddelschläge, Berühren des Torwarts - wird als ein Foul gepfiffen. Wenn das Foul hart oder unsportlich war, kann man dem jeweiligen Spieler eine Karte geben. Im Polo gibt es deren drei: Die Grüne ist eine simple Verwarnung, die Gelbe bedeutet zwei Minuten Strafe, wobei das Team zwei Minuten zu viert spielen muss, und die Rote bedeutet den Ausschluss aus dem Spiel für den Rest der Spielzeit und kann disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen.

Schiedsrichter:
Es gibt zwei Schiedsrichter, die das Spiel pfeifen. Den Schiedsrichterentscheidungen ist Folge zu leisten, auch wenn es eine Fehlentscheidung war. Fluchen oder Widersprechen kann ebenfalls mit Karten geahndet werden.

Spielbeginn:
Die Spieler beider Mannschaften stellen sich auf der eigenen Torlinie auf, wobei die Kajaks der Spieler die Torlinie berühren müssen. Danach kommt der Anpfiff des Schiedsrichters und er wirft den Ball in die Mitte. Mit dem Anpfiff sprinten je ein Spieler der beiden Teams los und versuchen den Ballbesitz zu erlangen.

Aber gut, sehen sie einfach selbst: Animations-Video (naja, ok, Lehrbehelf als solcher ist es nicht *ggg*)

Wie man sich überhaupt aufs Internet nur teilweise verlassen sollte: So sieht Google-Earth das mit dem Kanupolo - aber das Spielfeld sollten Sie nicht ungeprüft übernehmen :-)

 

Eine ernsthafte Schnell-Information liefert z.B. der Flyer des deutschen Kanu-Verbandes, den wir (mit Dank) von http://server.selltec.com/go/dkv/_ws/mediabase/downloads/dkv/flyer/flyer_polo.pdf hierher gespiegelt haben:

KANUPOLO-FLYER (pdf, 671 kB)

Und natürlich - anders geht's ja nicht, die gute alte WIKIPEDIA ;-)

 

UPDATE:

Sachen gibts... soeben (08/2009) erfahren, dass man KanuPolo offenbar auch als Kajakball bezeichnet... Jetzt würde mich Kajakbasketball auch nicht mehr wundern. Hmm, man sollte mehr Zeitung lesen - hier ein Bericht (quasi über uns...) aus dem Wiener Bezirksblatt von Herbst 2008. So richtig gesprochen scheint mit uns niemand zu haben :-)))

Bei Fragen oder Unklarheiten im Zusammenhang mit dieser Website wenden Sie sich bitte an webmaster@kanupolo.at